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Ergebnislisten - Lennart Schilling wurde Dritter bei den Junioren.
Weil wir bisher keine Vorstellung von diesen noch neuen Radrennen im Erzgebirge hatten bot es sich an unsererseits dort eine zu geben. Wegen der Schulferien und des noch geringen Bekanntheitsgrades dieses Rennen bot es sehr sich an, der Einladung des rührigen Veranstalters zu folgen. Die Meldelisten in den Nachwuchslizenzklassen waren nicht zu lang, top-ten-Plätze also realistisch wie auch der Lernerfolg. Die „Essenrunde“ in Sichtweite des namensgebenden 300m-Bauwerkes ist 4 km lang und geht fast nur bergab und entlang der Freiberger Mulde bis zu einer schmalen Brücke, die in den einzigen aber heftigen Anstieg zur Zielkurve führt. Der ist 500 m lang und überwindet 48 m ungleichmäßig. Recht heftig!
Als Vergleich für Bautzener: Der Berg sah etwa so aus wie hier Binnewitz-Mehlteuer bis zum Ortsanfang.
Bei brauchbarem Wetter (noch trocken, vorhergesagte 21°C) machten sich am Renntag beizeiten zwei Fahrer der U11, ein Junior U19 und zwei Betreuer und Jedermannfahrer (Clemens und Alex) den Weg ins Erzgebirge. Eine neugierige Nachhut kam später gerade rechtzeitig um die 36 Jedermänner fahren zu sehen. Die anfänglichen Rundenzeiten um die 6:34 min hielt nur die Viererspitze länger durch. Der Berg sorgte bald für Lücken, die zu schließen es bergab schwer ist und am Fluss im Gegenwind alleine fast aussichtslos. In der letzten der sieben Runden hatte der Sieger Marco Seifert noch 20 Sekunden Abstand zwischen sich und Christan Sonnabend gelegt. Clemens war der Gruppe lange auf Sichtweite gefolgt. Im Ziel war er 6. Mit 1:44 min Rückstand und zufrieden. Länger alleine musste Alex fahren, wurde 15. der 35 Angekommenen mit etwa einer halben Runde Rückstand zum Sieger.
Unsere beiden Schüler U11 hatten früh schon mit den Großen die Runde erkundet. Der Weg und der Anspruch waren somit bekannt. Wie man damit umgeht ist Lernstoff der spannenden Rennteilnahme.
Nach der von uns unbesetzten Altersklasse U13 erfolge der Start für 2 Mädchen und 9 Jungs der U11 zum Rennen über 3 Runden, also dreimal den schweren Berg hoch, dabei möglichst vorne dranbleiben und sich am Schluss noch schlau anstellen. In den kleinen Altersklassen sind die körperlichen und fahrerischen Voraussetzungen sehr unterschiedlich und die hier extra gewerteten Mädchen nicht unbedingt im Nachteil, wie sich zeigen sollte.
Der Start funktioniert inzwischen ganz gut, so gut, daß Emilian davon überrascht war, gleich vorne zu sein. Das war ihm unheimlich, er verzögerte um sich als vierter einzureihen. Kann man ja machen. Die Beobachter gingen, als das Feld entschwunden war, der Fahrtrichtung entgegen zum Berg. Dort tauchte nach den U13 und etwa 8 Minuten Emil Herold als erster wieder auf. Mehr oder weniger einzeln aber in Sichtweite auch die nächsten, der dritte und vierte beieinander und Emilian kurz dahinter mit 14 s zum Führenden aber mit noch rundem Tritt, Benni kam als siebenter mit weiteren 22 Sekunden Rückstand und auf der Suche nach dem richtigen Rhythmus. Nach der zweiten Runde fast das gleiche Bild: der erste und zweite waren enteilt, Emilian mit wenig Abstand hinter dem vierten. Mittlerweile ging es aber bei allen schwerer und abgefallene der U13 waren auch noch dazwischen. Der Anstieg in der Schlussrunde war es für Benni ganz schwer den richtigen Fahrweg und Gang zu finden. Seinen Platz sieben rettete er nach den beiden Mädchen über die Linie. Die hatten nach einem Kettenabwurf noch die Plätze getauscht. Letztlich waren unsere Jungs froh das Rennen respektabel beendet zu haben. Was zu üben ist, wissen wir jetzt noch besser.
Lennart Schilling – U19- konnte mangels Rennangeboten und nicht optimal verlaufenen Frühjahr noch nicht oft zeigen wo er steht. Wie da ein gemeinsames Rennen mit CT und Elite-Amateur und Amateuren zu überstehen ist, war eine bange Frage. Clemens hatte die taktische Vorgabe „unauffällig mitfahren“ ausgegeben. Keine Kraftmeierei, zwanzig Runden werden lang. Kurz: Daran hat sich der Lennart gehalten und ist sehr gut gefahren. Von den sieben Junioren stiegen drei entkräftet aus. Lennart gab sein Debüt auf dem Treppchen. Dritter mit zwischenzeitlichen Rundenzeiten unter 6 Minuten. Richtig gut! Sein bisher bestes Rennen. In der nationalen Rad-Net-Rangliste macht das 27 Punkte und 70 Plätze nach oben auf jetzt Platz 155. Glückwunsch.
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Fotos von P. Hirsch Ehrung U19 links Kai Tittel RSC Cottbus, Ryan Hörniger DSC, Lennart Schilling RSV Bautzen,
und rechts Benni Herz U11 im Berg
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