Berichte

Das 26. Bergfahren in Cunewalde war die dritte sächsische Landesmeisterschaft in der Oberlausitz

Geschrieben von Mandy Müller, 22. Juni 2026   

Freude im Ziel

 Die Begeisterung am Radfahren, strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen sorgten auch in diesem Juni wieder dafür, dass sich zahlreiche Radsportfreunde in Cunewalde einfanden, um sich dem anspruchsvollen Anstieg auf den 557 m hohen Czorneboh zu stellen. Der Radsportverein Bautzen e. V. hatte am 20. Juni 2026 erneut zum traditionellen Bergfahren eingeladen. Die Strecke ist nur 4,25 km lang, es sind 288 Höhenmeter zu überwinden. 115 Teilnehmer waren gemeldet.

In den Tagen vor dem Rennen waren die Streckenvorbereitung und ab Freitag auch der Aufbau des Beiwerks an Start und Ziel zu erledigen. So stand einer pünktlichen Öffnung der Anmeldung am „Kleinen Kulturhaus“ am Samstagmorgen nichts mehr entgegen. Vielen Dank an alle Helfer und an den Wirt an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit – auch für die Versorgung mit stärkendem Kaffee und Imbiss am Samstagmorgen.

 

Ab 9 Uhr standen die ersten Fahrer am Start zu den Qualifikationsläufen der Klassen  Männer incl. U23, die Junioren, drei Masterkategorien sowie die Frauen bereit. Für die Finalläufe  sollten sich jeweils die ersten 10 jeder Rennklasse qualifizieren.

Nach der Aufrufprozedur gingen zuerst die Männer auf die zuvor besichtigte Auffahrt über den Streitbuschweg und Löbauer Weg zur Bergbaude. Im Abstand von jeweils 3 Minuten folgten die Felder der Junioren, der drei Masterkategorien, der Frauen und der Jugendfahrer und -Fahrerinnen. Von all diesen Teilnehmern war die Strecke nach einer Talfahrt und Pause ein zweites Mal zu absolvieren. Das Ergebnis brachte die Zeitaddition aus Vorlauf und Finale.

 

Neu in diesem Jahr war neben dem gestrafften Zeitplan auch, daß selbst die jüngsten Radler den Berg bezwangen – also nicht mehr um den Schützenplatz kreisten. Ab dem Startpunkt der Einmündung des  Streitbuschwegs in den Löbauer Weg ging es voller Energie und Ehrgeiz erst eben hin und bald den letzten km zum Ziel bergan. Straff aber machbar für die drei tapferen Jungradler und eine starke Jungradlerin. Die Kleinsten traten zwischen den ersten und zweiten Läufen der Großen eifrig in die Pedalen und erreichten alle das Ziel.

 

Ab 10:15 Uhr fiel der Startschuss für das Hobbyrennen der Erwachsenen. Zu fahren  war nur einmal die gleiche Strecke zum Gipfel des Czorneboh wie sie alle Lizenzfahrer absolvierten.

Bruno Lehmann von Petz Racing erreichte mit einer Zeit von 12:06 min den ersten Platz. Schnellste unter den vier Hobbyfahrerinnen in diesem Jahr war Cornelia Mohr vom Triathlon Team Lausitz mit einer Zeit von 15:51 min.

 

Im Anschluss gingen die Nachwuchslizenzsportler der Altersklassen U15, U13 und U11 an den Start. Diese Teilnehmer trugen ihre Meisterschaft in nur einem Durchgang aus.

 

Bei der Jugend U11 erreichte Maximilian Heidler vom RSV Speiche Leipzig e. V. mit einer Zeit von 15:42 min den ersten Platz; schnellstes Mädchen U11 war Johanna-Marie Pohler mit 19:56 min ebenfalls vom RSV Speiche Leipzig e. V.

In der AK U13 hat sich Noah Heier vom RSV Speiche Leipzig e. V. mit einer Zeit von 14:40 min die Goldmedaille erkämpft. Bei den Schülerinnen der Kategorie freute sich auch in diesem Jahr wieder Eline Pohler vom RSV Speiche Leipzig über den ersten Platz bei einer Zeit von 15:41 min.

Erfolgreich eroberten in der Altersklasse U15 Emil Falke vom RSV Chemnitz (12:29 min) und Rosalie Heinrich vom RSV Chemnitz (17:40 min) in dieser Reihenfolge die Podestplätze.

 

Ab 11:30 Uhr waren die Finals der Männer, Frauen, Mastes und Junioren angesetzt. Es ging für die die Qualifizierten in die zweiten Auffahrten, die entscheidenden Finalläufe. Die Platzierungen ergaben sich danach aus der Gesamtfahrzeit aus beiden Durchgängen. Ab Platz 11 bleiben die Plätze der Qualifikation stehen.

 

Die Finalrennen begannen wieder mit den Männern. Der schnellste Bergsprinter war wie im Vorjahr Toni Albrecht vom RSV Venusberg (Zeitsumme 20:24 min), diesmal vor seinem Vereinskameraden Elias Morgenstern und dem DSC-Fahrer Raphael Heidner. Nach diesen drei noch in der U23 startberechtigten Jungmännern, reiten sich beiden Elite-Fahrer Lucas Weinhold und Florian Jung vom Post SV Görlitz in das Ergebnis ein.

 

Sehr knapp ging es auch im darauf folgenden Rennen der leistungsstarken Junioren U19 zu. Die waren kaum langsamer als die Männer. Ohne einen Blick Taktik, nur auf die Zeiten geschaut, war der U19- Meister Tyler Nehring schneller als der Zweite bei den Männern. Nachträglich festzustellen ist, daß sich die Reihenfolge aus der Qualifikation selten ändert.

 

Siegerehrung der Männer - mit dem Venusberger Landes-meister Toni Albrecht, E. Morgenstern, R. Heidner

Ehrung der Frauen – Laura Nollau, N. Nachtigal und Juniorinnen – Claire Tuchscherer (DSC), R. Stein, J. Beyer

 

Der bisherige Streckenrekord von 2018, 10:48 min D. (Slobodin) ist gleich fünffach unterboten worden. Im Männerrennen durch die Venusberger Toni Albrecht (10:04 min) und  Elias Morgenstern, danach auch von drei Junioren.

Der Schnellste Junior und auch Landesmeister war der Leipziger DHfK-Fahrer Tyler Nehring mit 10:08 min. Seine Zeitsumme ist 20:29 min.

Bei der U17 erzielten Fino Oeser vom Dresdner SC 1898 (23:17 min) und Carla Luisa Leder vom SC DhfK Leipzig (27:58 min) jeweils die ersten Plätze. Bei den U19- Sportlern freuten sich Tyler Nehring vom SC DhfK Leipzig (20:29 min) und Claire Tuscherer vom Dresdner SC 1898 (30:21 min) über goldene Medaillen und Pokale.

Weiter ging es mit den Masters 2, 3 und 4. Den ersten Rang nach zwei Bergfahrten in der jeweiligen Klasse erzielten Marco Seifert (Bauauf-LAWI – 23:55 min), Hagen Schanze (Bergradsport Brandis – 24:11 min) und Karsten Schmidt (RSV Venusberg – 27:43 min). Unser Bautzner RSV-ler Silvio Hauschild erreichte in den Masters 3 nach zwei Gipfelbefahrungen den erfolgreichen silbernen Platz mit einer Zeit von 27:07 min.

 

Schnellste Frau des Tages war Laura Nollau vom LKT-Team mit der Gesamtzeit von 26:53 min.

 

Die Siegerehrung begann recht pünktlich. Unser Vereinsvorsitzender und Rennleiter Clemens Kumpe moderierte souverän mit Hilfe neuer Tontechnik und unsere jungen Bautzner RSV-Helfer überreichten professionell die Medaillen und Pokale an die geehrten.

Vielen Dank an das Bergbaude-Team um Frau Kinner für viel Verständnis, Hilfe und die gute Bewirtung. Gleiches geht an das Kleine Kulturhaus am Start, unseren Dienstleistern vom ASB und ZPN, Kommissären, den Sachpreisspendern und den Sponsoren der SachsenEnergie AG, der Kreissparkasse Bautzen, der Elektro Poick GmbH, der Baufirma Pörschmann sowie der Gemeinde Cunewalde wie dem Betonwerk Schuster für die auch große tatkräftige Unterstützung.


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