Berichte

10. Oberguriger Straßenpreis am 18. Mai 2014

Geschrieben von Peter Hirsch, 19. Mai 2014

Nachgeholtes Jubiläumsradrennen in Obergurig

Wieder nicht ohne Schlechtwettereinfluss, aber mit zurückkehrendem Glück konnte am 18. Mai das 2013 ausgefallene 10. Radrennen nachgeholt werden.

238 Fahrer und Fahrerinnen würdigten mit ihrer Teilnahme die Vorbereitung, die Gemeinde Obergurig und der RSV Bautzen gemeinsam mit vielen Partnern erneut bewältigt hatten. Dennoch, daß die Teilnehmerzahl deutlich unter den Voranmeldungen lag, enttäuscht etwas.

Das wellige Streckendreieck zwischen Obergurig, Schwarznaußlitz und Singwitz erwartete die Fahrer zunächst sehr Maikühl und sehr nass. Jedoch Vorhersage und der stündliche Blick auf den Regenradar verbreiteten Zuversicht.

Kurz nach 9:00 Uhr eröffneten die erfahrendsten Renner die Wettkämpfe: Bei den Senioren dreier Altersklassen wird mit einem Handicapstart der Vorteil der jüngeren ausgeglichen und auf eine gemeinsame Zielwertung gefahren. Diesmal schafften es die Senioren 2 mit gemeinsamer Tempoarbeit, recht schnell die davor gestarteten einzuholen. Das gemischte Feld zerfiel aber schnell wieder. Der Sieg im Zielspurt ging nach 7 Runden und 1:15:54 h den Delitzscher Andreas Huth, sehr knapp vor Jörn Reuss und Ralf Keller. Erstaunlich: Die Herren waren auf regennasser Straße nicht langsamer als 2012 bei Sonne.

Klein - aber fein anzusehen war das Feld der Frauen, das 9:11 Uhr auf die Strecke fuhr. Yvonne Fiedler vom Schöneberger RV Induna dominierte ab der ersten Zieldurchfahrt, zeigte ein Solo über 6 Runden und siegte mit drei Minuten Vorsprung vor der Cornelia Brückner für Velox Berlin und Manuela Nitschke von der RSV Grimma.

Bei den schon besseren Verhältnissen des späten Vormittags hatten auch einige Nachwuchsfahrer des RSV Bautzen in den Rennen der Jugend U17 über 6 Runden und Schüler U15 über 4 Runden Gelegenheit erste Erfahrung in Lizenzrennen zu sammeln.

Die wurde sehr unterschiedlich lange wahrgenommen: Ein U15-Schüler biss sich zum Lernziel „Ankommen auf dem Rad“ durch, einem musste der Sani helfen. Einen der U17-Fahrer ereilte ein Reifendefekt.

Beachtliches bot der Neuzugang Robby Hädicke. Bei seinem ersten Straßeradrennen hielt es bis in die letzte Runde Kontakt zur Spitze und erreichte nach 42 km mit 8 Sekunden Rückstand zum Sieger Kilian Sachse (Berliner TSC) als neunter das Ziel. Dafür durfte sich Robby auch als Spartakiadesieger des Landkreises Bautzen ehren lassen.

Leider waren dem Hauptrennen des Tages - Männer A/B/C - über 13 Runden von der Nennungsliste zum Startstrich noch 11 Fahrer abhanden gekommen. Für 41 der leistungsstärkste Fahrer des Tages wurde das Rennen kurz nach 12 Uhr angepfiffen. Das Feld hatte 91 km vor sich. Schon ab der zweiten Runde wurde durch die Fahrer der stärker vertretenden Teams wie „Ur-Krostitzer“ und „KED“ das Tempo abwechselnd erhöht um andere zur Reaktion zu zwingen. Dabei konnten bald nicht mehr alle mithalten und eine 4-köpfige stabile Spitzengruppe war die Folge. Aus der löste sich in der Schlussrunde noch der Sieger Erik Baumann (Ur-Krostitzer Giant) deutlich. Er verwies so Philipp Zwingenberger (KED-Stevens Team Berlin) und seinen Teamkameraden Erik Mohs auf die Plätze.

Der Bautzener Mountainbiker Silvio Hauschild war in diesem anstrengenden Rennen „lange dabei“ und ist im Ergebnis auf Platz 32 der letzte ohne Rundenverlust.

Im zeitgleich laufenden Juniorenrennen ging der Sieg im knappen Schlussspurt gegen Christopher Schulz an den Geraer Sebastian Schmiedel.

Mit leichtem Zeitverzug starteten 14:37 Uhr die Jedermannrennen des Lausitzcups. Hier ist der Start für Hobby- und C-Lizenzfahrer möglich. Die Altersklassen der Männer bis 50 Jahre starteten gemeinsam zu ihren Rennen über 7 Runden mit drei Wertungssprints. So befanden sich anfangs 65 Fahrer zeitgleich und dicht beieinander auf der Runde. Ein herrliches Bild!.

Schon nach dem ersten Sprint enteilte dem Feld eine Achtergruppe in der „Bautzen“ zu dritt gut vertreten, aber zum Teil getarnt unterwegs war. Neben Mario Graff im RSV-Trikot, hatten Mathias Hirsch (für den DSC) und der Triathlet Maik Petzold mitfahren können. Hinter der Spitze zerfiel auch das Hauptfeld bald in drei Gruppen. In jeder war ein rotes Bautzener Trikot „nach seinen Möglichkeiten“ unterwegs.

Das Rennen gewann nach sieben Runden Dirk Wettengel vor Erik Weizmann im Sprintertrikot des Lausitzcups und Mathias Hirsch. Mario Graff begnügte sich mit dem Sieg in der 41-er Altersklasse und übernahm das gelbe Leadertrikot. Maik hielt sich wohl im Zielsprint zurück.

Im vier Runden langen Frauenrennen des Lausitzcups baute die schon seit dem ersten Wettkampf in Kamenz in „violett“ fahrende Dresdnerin Franziska Reinfried mit dem zweiten Sieg ihren Vorsprung aus.

Zum Ende des Tages maßen traditionell die Jüngsten ihre Kräfte. Die Kreisspartakiade sorgt mit hoch motivierten Kindern - und Eltern - vor der Siegerehrung zum Lausitzcup für Freude bei Sportlern und Fans. Immer ein schöner Abschluss des Renntages.

Auf verkürzter Strecke strengten sich Kinder von 5 bis 14 mit den verschiedensten Rädern ganz ordentlich an. Auffällig war 2014 der Riesenabstand, mit dem die zwölfjährige Multisportlerin Anna Graff aus der Runde kam.

Sicher hätte auch Sie sich mehr Herausforderung gewünscht. Unverständlich aber leider Fakt; es trauen sich recht wenige Kinder, mei├čt nur unter 13 Jahre*, in eine Wettfahrt für Anfänger.

Die weiteren Spartakiadesieger sind: U9 - Sarah Graff, U11 - Janos Nuck, U15 Max Schröder.

Die Sportler und Gäste des 10. Rennens bedanken sich bei allen Spendern und Sponsoren sehr für ihren Beitrag am gelungenen Jubiläum.

Unverzichtbar für das Rennen ist der große Anteil der Gemeinde Obergurig, so wie der aller tatkräftigen Helfer, z. B. die Absicherung durch Sanitätsdienst, Feuerwehr und Polizei. Danke sehr.