Berichte

24. Spreewaldwaldmarathon - die RTF 110 km ab Lübbenau im April 2026

geschrieben von Peter Hirsch, 20. April 2026 wieder über eine sonnige Spreewald-RTF im April

Tropähen  Im April steht traditionell die Spreewald RTF auch beim RSV Bautzen im Plan. Etwas gepokert wird immer um die Strecke: Man soll sich rechtzeitig unter Ungewissheit der Bedingungen für eine entscheiden und sich anmelden. Lange Strecken bei Regen und Kälte sind nicht Jedermanns Freude und auch nicht so preisgünstig. Bei Traumwetter ist das Erlebnis den Aufwand aber immer wert. Eine faire und bewährte Strategie für Kleingruppen ist es, eine Mittelstrecke zu buchen und den Zufall spielen zu lassen. Mitunter übersieht man eine Kennzeichnung. Für uns waren heuer die Startplätze in Burg schon belegt, also kam noch Lübbenau in Frage.

Die Wetterprognose für den Samstag dann gab Sonne und 20 Grad her. Beim RSV hatten allerdings verschiedene Parallelthemen wie Arbeit, MTB-Rennen, Gebrechen und Unlust  den Interessentenkreis auf nur sechs dezimiert. Zwei Pörschies hatten sich die 110-er vorgenommen und waren aus Zeitgründen sehr bald losgefahren los um nach der Tour schnell wieder heim zu sein. Die vier Businsassen redeten der einzigen sportlichen Frau noch etwas Mut zu um die gleiche Strecke unter die Räder zu nehmen. Wenn es ganz schlecht liefe gäbe es ja noch Notausgänge und gemach zu fahren hatten wir ja sowieso vor. Diese Überzeugungsarbeit gelang; nach dem üblichen Prozedere um Nummern und Gerät ging es 9 Uhr einem Pulk folgend los am Groß-UW Ragow vorbei in Richtung Lübben. Dort gibt es so starke elektrische Felder, daß diese Marinas Garmin gestört haben, und wir uns noch mit dem verstellten Radcomputer befassen mussten, bis der zeigte was er soll.

Die Wetterprognose hatte ab Mittag Sonne und 20 ºC versprochen. Bei früh noch  9 ºC gehen die Leute verschieden mit der Differenz um.  D. h. manche frieren früh, andere schwitzen Mittag.

Wir erreichten bald den früheren Startort in Lübben und strebten nach einen Stück B 87 nordwärts zur Streckenvereinigung und zur

Verpflegungsstelle Gröditsch.

Diese Labe war übervoll. Aber unser Gemach-Versprechen zwang ja schon zum Stopp.

Zweite Rast in Straupitz am Hafen

Die zweite Station ist für die Fahrer mit Ziel in Burg nicht mehr zwingend. Für uns schon. Schon wegen der Plinse. Ich hoffte, meine lose Startnummer wieder ordentlich fest zu bekommen, der Christian laborierte mit einem kritisch nach innen verbogenen Schaltauge. Also in jedem Falle Stopp in Straupitz, auch wenn ich das Gelände noch nie so voll gesehen habe! 500 Leute waren wenigstens dort. Trotzdem gingen Verpflegungsausgabe und Nummernbefestigung Radnachbesserung recht schnell über die Bühne. Die Plinse sind immer eine schöne Leckerei und ein Kaffee zum Kuchen nie kein Fehler.

Schlechte Erkenntnis: Das neue Langarmtrikot ist zu dick für die Trikottaschen des kurzen. Also das auch noch anbehalten und schwitzen. Das nächste Mal anders kombinieren.

Das folgende schmale Stück bis Burg muss man wegen des Verkehrs gelassen nehmen, danach wird es lockerer. In Klein-Klessow war zu entscheiden direkt auf grün nach Lübbenau – ca. 100 km- oder original noch über Calau zu fahren. Eins zu drei für Christian.

Der hatte jetzt mal freie Fahrt und fand noch mehr oder weniger gut rollende Mitfahrer durch Calau.

Ich führte meine Begleiter über etwas wurzlige Wege und stellte zu meinem Frust fest, dass sich in Lübbenau eine Extraschleife nötig machte, um die Zahl rund zu machen. Die Erkenntnis fürs Jubiläum 2027. 

Am Ziel in der Sonne und bei bleifreien Getränken gab es die Gurken von den Trachtenmädels überreicht. Der Christian kam nach 20 Minuten herzu und war 116 km gefahren. In Summe sind wir 6 Bautzener 678 km gerollt.

Eine letzte Labe mit Getränk, Spreewaldgurken und einem halben Kilo Sauerkraut sind wohltuend. Wie sich das mit späterem stille sitzen im Zuschauerraum einer Sporthalle verträgt, muss beim Frank erfragt werden.  ;-)

 

Immer schön zu sehen ist, wie die Spreewälder den Rummel gelassen ertragen. Rücksicht der Autofahrer und kein nervöses Drängeln gab es da, wenn einer hupte war der woanders her.

Es ist halt so wenn über drei Tage und viele Sportarten rund 15 000 Leute unterwegs sind. Das füllt ja auch die Kassen und macht richtig Arbeit für viele Helfer. Wir danken Euch sehr.