Berichte

Tagebuch: Trainingslager vom  1. - 5. Juli 2018  in Bily Potok / Smrk

Zusammengefasst aus Notizen verschiedener Teilnehmer von P. Hirsch.

Wieder mal gewagt: Ein Trainingslager für den interessierten Nachwuchs des RSV Bautzen in Bily Potok. Fünf Tage im Isergebirge.

So. 1. Juli 2018, Anreisetag

im Winter auch besucht

 Das Quartier Bartelbaude ist fast allen aus jeder Jahreszeit wohlbekannt. Neu ist, auch in Ermangelung eines Vereinsbusses, die individuelle Anreise mit dem Pkw. Das ist aber eine andere Sache.

Peter hatte sich noch in Dresden bei einer RTF vergnügt. Fabian hatte auch erst Nachmittag Zeit, war mit seinen Eltern angereist und noch kurz am Trail. So drehten Titus und Richard schon eine erste Isergebirgsschnupperrunde mit dem Rennrad über die Straße 290 nach Oberpolaun und Kleiniser, bevor wir uns gegen Abend alle treffen, das Quartier beziehen und sich die Eltern als Transporteure verabschieden.

 

Strecke. 

 

 Titus Bericht

 

 

Mo. 2. Juli, 2. Tag - Erkunden des Singletreks

Überblick Um 7:15 Uhr weckt uns Peter freundlich ohne Trillerpfeife. Wir standen trotzdem fix auf und begaben uns zum Morgensport. D. h. dort immer: Wir laufen ein paar Meter zu einem sonnigen Fleck und kommen bei ein paar gymnastischen Bewegungen zu uns. Man wird wach und gesprächig.

Auch die zweite Einheit - mit dem MTB - zum nahen Singletrek am Smrk (Tafelfichte) brachte die Erkenntnis: Mehr! Aber klar, das war doch heute nur Schnuppern!

 

Titus Bericht

 

 

Di. 3. Juli, 3. Tag - genaueres Erfahren mit MTB

…eine Rätsel zwingt zu Planänderung… Heute sehen wir mal, was das Isergebirge südwärts für's MTB so bereithält. Aufwärts von der Bartelbaude zur Smedava war ruhiges einrollen angesagt.

Den welligen Weg vom Quartier über Smedava (Wittighaus), Richtung Sousstausee und Kasernenstraße und weiter bis zur Krasna Mari kennen wir nun auch alle.

Von einer Flugzeugabsturzstelle aus den 90-ern und guten Aussichtspunkten war die Rede. Das Denkmal haben wir auch gefunden.

Warum gut befahrbare Wege für das MTB dorthin aber gesperrt sind, war nicht zu erfahren. Dann halt andersrum lang.

Diese dritte Einheit - mit dem MTB - fast durchs ganze Gebirge zeigte: Es gibt doch nicht nur den Trail im Walde!

 

 

Richards Bericht 

 

…eine Rätsel zwingt zu Planänderung…

 

 

 

 

Das Hochmoor bei Kleiniser hat den Titus wieder freigegeben. 

Strecke. 

 

Am Abend kommen wir recht schnell von den Spielkarten wieder zu den Würfeln.  

 

Mi. 4. Juli, 4. Tag - die Königsetappe nach Mexiko

nach Mexiko

 Am Morgen lief alles ab wie immer: Aufstehen um 7:30, Morgensport, Frühstück. Dazu taucht Titus Vater Jan auf. Ganz ruhig weiter essen.

Danach auf's Zimmer schnell umziehen und los geht's mit dem Rennrad. Den kurvigen Weg vom Quartier über Smedava (Wittighaus), Sousstausee und Oberpolaun kennen wir schon von den Einführungsrunden.

Mit dem Rennrad 6 km hoch zum Wittighaus dann am Stausee entlang, durch zahlreiche Dörfer oder kleine Städtchen, mal bergauf mal bergab. Allerdings wurde Richard am Wittighaus übel und er konnte nicht die gesamte Strecke mit und fahren. Wir teilten uns und fuhren entlang der Iser am Abzweig Rokytnice vorbei bis Jablonec und auf der anderen Seite des Berges -mit einem Stopp kurz vor Mexiko - wieder zurück nach Korenov haben wir alle Dörfer und Berge abgeklappert bis es am Pass erst Eis und bald darauf auch Szegediner Gulasch mit Knödeln gab. Danach ging es fix runter vor die Sous-Staumauer und etwas zäh zurück zum Wittighaus.

Danach das beste an der ganzen Sache: Die 7 km, die es früh steil in Serpentinen hoch ging geht es wieder runter...

Erkenntnis: Die 290 geht also bis Mexiko, mindestens. 

Richard berichtet uns im Quartier von böhmischer (oder sudetendeutscher?)  Hilfsbereitschaft. Er hatte zu leiden.

Nachmittag war Freizeit. Titus und Jan fuhren heim. Also war um 18:00 Uhr das Abendessen noch zu dritt, danach wird gewürfelt was das Zeug hält.


21:59 Uhr waren alle reif zur Bettruhe.

 

Diese RR-Etappe hatte 66 km, 1149 Hm. Strecke.

 

Do. 5. Juli, letzter Tag - RR nach Schlesien- und für Fabian nochmal zum Singletrek und Abreise

…eine Abkühlung in der weißen Elbe ist nur für Eisenharte…

 

 Wieder pünktlich 7:15 Uhr aufgestanden. Der Morgensport wird immer "eckiger" und deshalb auch umso nötiger. Nach Würstchen-Frühstück nur noch zu dritt. Titus ist schon einen Tag eher in den Urlaub abgehauten.


Wieder die gleiche Morgenroutine und nach der Zimmerräumung wieder Rennrad. Gute zwei Stunden sollen es werden. Erst ging es 5 km nach Bily Potok ins Zentrum runter und weitere 5 km bergab, dann recht hoch über die 291 nach Schönwald. Nach ca. 23 km Fahrt: Erste Baustelle!!! Anspruchsvolle Holperstraßen über die nächsten Baustellen die uns irgendwo ins nirgendwo führt, doch zum Glück finden wir uns auch aus Marklissa zurück. Mittagessen gibt es im Riesenfass (Obri Sud) bei Lázně Libverda und dann noch die letzten zwei Anstiege zurück zur Bertelbaude.

Insgesamt waren das heute auch nur 66 km, aber sehr warm und mit viel Vorsicht über Splitt und Schotter zu fahren, dazu die Sucherei. Aber wenn das alles mal fertig ist ....


 Nachmittags ins Singletrek Zentrum - Pause und Baden. Gegen 16:00 Uhr machen dann auch Peter und Richard  so langsam in Richtung daheim.
Fabian dreht mit seinem Vater und seinem Arbeitskollegen  noch mal eine Runde über den Trail. Das waren auch nochmal 33 km.

Fabians Bericht. Strecke.

 

 

Vier abwechslungsreiche Schönwettertage mit mehr als 290 Rad-Kilometern mit 4600 Höhenmetern im Gelände und auf der Straße können mit Nachwuchsfahrern reichen um im Gebirge ein Erlebnis zu sein. Schade war, nur zu viert zu sein.

Aber auch gut - heuer waren keine Gammelräder mit. An unseren 8 gepflegten Rädern hatten wir die ganze Zeit nichts zu bauen.