Berichte

Tagebuch: Nachwuchstrainingslager vom  23. - 28. Juli 2023  Saalendorf

Zusammengefasst aus Notizen 7 verschiedener Teilnehmer von Ilka Herrmann und P. Hirsch.

Nach der guten Erfahrung der Vorjahre: Wieder ein Trainingslager für den interessierten Nachwuchs des RSV Bautzen in Saalendorf. Unser Bericht aus  den Notizen der schreibgeübten Teilnehmer. 

 

So. 23. Juli, Die Anreise

 Abfahrt in Bautzen

 Nach einigen unerwarteten Erkenntnissen im Vorfeld des Trainingslagers waren am geplanten Starttag nur vier Jungs, drei radfahrende Betreuer und zwei Transporteure am Startpunkt Preuschwitzer Straße. Wegen der zu erwartenden hohen Temperaturen hatten wir die Abfahrtzeit auf 8.30 Uhr vorverlegt und sind pünktlich gestartet. Über Doberschau auf den Spreeradweg nach Großpostwitz zur ersten Kontaktaufnahme zum Begleitfahrzeug. Nach kurzer Abstimmung über Weste oder nicht und Instruktion zu Fahrdisziplin in Großpostwitz ging es dann weiter durch Eulowitz und ins Cunewalder Tal und über den Bahnradweg zum Scheitel der Strecke nach Halbau und dort wieder auf die Straße. Die erste kurze Pause nach kurzen kräftigem Anstieg am Ortsende erwartete uns die Busbesatzung am Rastplatz-Kötzschauer Berg.

Nach einer Banane und einem Getränk folgte eine schnelle Abfahrt über Streitfeld in Richtung Lawalde. Nach Überquerung der Schönbacher Straße ging es in mehreren Wellen bis Dürrhennersdorf. Dort begann ein langer Anstieg bis zur nächsten Anhöhe vor Ebersbach-Neugersdorf. Von dort führte uns der Weg entlang der Spreedorfer Straße zur Spreequelle und zu einer kurzen Rast. Mittlerweile hatte das Thermometer auch die 30 Gradmarke erreicht. In Leutersdorf ließ der Zeitplan den Bogen nach Seifhennersdorf zu um den  Anstieg nach Spitzkunnersdorf zu erklimmen. Der Berg teilte die Gruppen erwartungsgemäß. Weil es bald wieder abwärts ging war am "Wilden Hirsch" kein weiterer Stopp mehr notwendig.

Erst später nahmen Christan und Luca  an der Waltersdorfer Kirche den direkten Weg nach Saalendorf. Für U13 war das bisherige genug. Die anderen wickelten sich die Dorfstraße hoch in freudiger Erwartung auf die Abfahrt durch die Windgasse  in Richtung Saalendort und Quartier. Die Baustelle ist ja immer noch! Bei dieser Abfahrt hat Felix bewiesen, dass man vom Waltersdorfer Parkplatz bis zum Gästehaus auch ohne Kette rollen kann. Am Ziel wurden wir von Richard und Christian nett empfangen. Unser Gepäck stand schon im Gästehaus am Empfang.  Viel Arbeit war uns  abgenommen worden. Danke sehr!

 

Abfahrt in Bautzen

 

 

 

Wir bekamen die Zimmer zugewiesen. Die vier Jungs wollten in ein vierer. Die Erwachsenen in eine Doppeleinheit direkt daneben. Alles bestens.

Der Koch bat uns bald zum Essen. Schweinsbraten, Apern und Blumenkohl reichte für alle neun. Das Buskommando Richard und Christian trat die Heimreise per Rückenwindrad an.

 

 

 

Anreise mit       RR 69 km, 864 hm, 3 h, recht warm

 

Mo. 24. Juli, 2. Tag - Mit dem MTB hinter und auf die Lausche und mit RR das MC-Dreieck probiert

  Grenzübergang

 

 

 Nach der ab heute alltäglichen Morgengymnastik mit kurzem Warmlaufen schritt die Jugend zielstrebig dem Frühstück entgegen. Mit den MT'Bs ging es anschließend westwärts zur weithin sichtbaren Burgruine Tolstein und danach auf den Tanneberg. Das ist ein dominanter 774 m hoher Berg mit Skilift, Aussichtsturm und Gasthaus.

Beim Tollstein konnte man die die großartige Aussicht von der Burg genießen und bei einem Glas Kofola die steilen Anstiege von bis zu 16 % auswerten. Ronny war das noch nicht genug und wir beschlossen noch den  Abstecher auf den Tanneberg zu wagen. Nach der Vorbelastung bis dahin eine kühne Entscheidung. Nach einem unproblematischen Anmarsch über Waldwege überraschte uns die asphaltierte Schlussstraße mit drei happigen Rampen von bis zu 23 %. Nach dieser Schinderei galt es dann schweißgebadet die noch schönere Aussicht in alle Richtungen zu genießen.

Im Anschluss an die Abfahrt mussten wir uns erst mal stärken. Im nahe gelegenen Bahnhof Jedlova (Tanneberg) wurden wir bei Gulasch und Knödel verköstigt. Hier staunten wir alle, wie pünktlich doch Züge fahren können. Auch der renovierte Bahnhof zeigte uns wie Bahn gehen kann. Nur der Weiterweg war uns ein Rätsel. Mit einer abenteuerlichen Gleisüberquerung ging es später weiter zur Lausche Hütte.

Ronny durfte sich bereit erklären, drei Ausreißer, welche die Gruppe talwärts verlassen wollten, wieder einzufangen und den halben Berg zurück auf die eigentliche Spur zu bringen. Vanilleeis und eine kleine Pause an der Chata Luz versüßten allen die Strapazen. Über geschotterten Wegen ging es anschließend zurück ins Quartier. Nach dem reichlichen Abendbrot wurden wir mit Melone und zwei Runden Schummelmax belohnt.

 

MTB-Einheit       43 km, 910 hm, 3:15 h 

           

RR-Einheit         10 km, 120 hm, 0:30 h

 

Di. 25. Juli, 3. Tag - Die kurze RR - Fahrt übers Zittauer Gebirge - abends MTB

 

Blick zum  Jeschken

 Nach dem routinemäßigem Morgenprogramm mit Morgensport und Frühstück ging es für alle aufs Rennrad. Das Ziel für heute war es das Gebirgsstück der Trixi-Tour entgegengesetzt, d.h. von Zittau in Richtung Lückendorf, abzufahren.

Als erstes sind wir in Richtung Zittau, dann nach Harthau und die Lückendorfer Rennstrecke hoch bis zum Forsthaus und Jeschkenblick und bis hin zum Hain gefahren. Danach noch am Jonsdorfer Bahnhof vorbei über den Bertsdorfer Berg zurück zum Quartier. Dort sind wir noch die Dreiecks-Rennstrecke abgefahren.

Im Quartier gab´s lecker Kartoffeln mit Quark. Im Anschluss hatte jeder eine Stunde Freizeit.

Halb Fünf war noch eine MTB-Runde mit dem angeheuerten Großschönauer Übungsleiter Renè Dutschmann („Dutschek“) vereinbart. Natürlich war der pünktlich da. Ein heftiger Schauer aber auch. Also wurde unterm Schirm abgewartet und beraten.

Der Regen hörte nach einer halben Stunde fast auf und es ging  mit den MTB´s auf eine etwas verkleinerte Gebirgsrunde. Etwa 15 km wurde die Runde noch. Über den Hohlsteinweg entlang der Grenze zum Stern und entlang des Jonsberges war es im Wald noch fast trocken.

Der Lennart hatte beim Pech eines Reifendurchschlages an einer Querrinne noch das Glück, daß ihn dieses Ungemach am Tourende ereilte.

          

                       Erstmal nass                                

 Peter hat sich in der Zeit im Quartier vergnügt und etwas vorgedacht.

Für die Heimkehrer folgten die unvermeidlichen Radreinigungs- und Reparaturarbeiten. Danach haben wir die Räder wieder gut verschlossen.

Zum Abendbrot gab es Quarkkäulchen und mehr. Nach dem die Planung des Mittwochs besprochen war haben den Abend mit Schummelmax ausklingen lassen. Das Personal wird dabei immer ausgebuffter.

 

RR-Einheit         52 km, 856 hm, 2:13 h schwühl

MTB-Einheit       15 km, 600 hm, 1:07 h nass

 

 

Mi. 26. Juli, 4. Tag - eine längere Rennradrunde im Schluckenauer Zipfel - und ausrollen auf dem Dreieck

unterwegsam Zickzackanstieg

 Nach der Morgengymnastik mit anschließendem Frühstück ging es für uns auf die Rennräder und ab Großschönau 15 km über drei Grenzen nach Rumburk. Die Tour-de-Zelenak-Runde abzufahren musste im Vorjahr wegen der Waldbrände in der Böhmischen Schweiz ausfallen. Am Markt angekommen fuhren wir die TdZ-Runde zum Kennenlernen ab. Peter wies auf Gefahrenstellen und Eigenheiten der 8 Anstiege hin.

Nach der 54 km-Runde wieder in Rumburk meldeten wir uns für dieses Rennen im September gleich in der Touristinformation für die Veranstaltung an. Dort bekamen wir auch den Tipp, daß wir unweit von dort, im  Kulturhaus gut und günstig zu essen. So von den Damen der Infostelle geleitet, wurde der Hunger beseitigt sowie auch die Gefahr in den heranbrausenden Schauer zu geraten, welcher sich dort gut aussitzen ließ. Der Rückweg zum Quartier war unproblematisch. Unterwegs haben wir noch die für abends vereinbarte MTB-Runde mit dem Dutschek wegen des angekündigten Regenwetters abgesagt.

Stattdessen ging es, auch um die 100 km voll zu bekommen, nochmal auf die Rundstrecke des Lausitzer Dreieck Rennens. Rekorde kamen da keine mehr raus.

Schlussendlich ließen wir den Tag mit einem leckeren Abendbrot ausklingen. Danach Schummelmax.

 

RR-Einheit         102 km, 1350 hm, 2:24 h warm Schauer

 

Do. 27. Juli, 5. Tag - Mit dem MTB zwischen Lausche und Jonsdorf und Nachmittags in den Klettergarten

am Steinbruch

 Nach altgewohnter Sitte begrüßten wir die Jungen und ganz jungen Sportler pünktlich 7:15 zum Versammeln und das darauffolgende morgendliche Dehnen und stützen auf der Wiese. Mit angeregtem Magen und motiviertem Schritt ging es anschließend ans Frühstück. Mit gespitzten Ohren lauschten wir einigen ausgeschmückten Erlebnissen einiger junger Sportler und konnten es somit kaum erwarten die MTB´s zu zünden und dem Gebirge die Stirn zu bieten.

Aber erst war noch festzustellen: Lennarts Vorderreifen hatte vorgestern die letzte Querrinne auch nicht überstanden. Ein Schleicher nach Durchschlag! Also war noch ein Schlauchwechsel zu üben. Danach ging‘s los. Zu 7-t wieder über den Jonsdorfer Hohlsteinweg vorbei am Nonnenfelsen und zielstrebig in Richtung Wache und Chata Luz. An der Rübezahlbaude trennten wir uns vom Peter, der ab da seinen eigenen Weg über Neusorge nach Hause suchte.

 

Die anderen folgten ab der Wache der Strecke 3016 und später der 21, durchquerten Lichtenwalde und nahmen nach einem kleinen Abstecher über einige interessante Abfahrten wieder die Richtung Jonsdorf um pünktlich 12 Uhr wieder die Herberge zu erreichen. An der Frühsportecke kam uns Peter wieder entgegen. Mit einen inzwischen fixierten Kletterparktermin am Nachmittag.

 

Mit einem deftigen, nur für Gemüseentwöhnte gewöhnungsbedürftigen Eintopf mit Tomaten, Nudeln und anderem Gemüse ging es nach einer kleinen Pause schon ans Packen. Allerdings nur bis 13:30 Uhr, denn der Klettertermin im Hochseilgarten beim Trixi-Bad dufte nicht ausfallen.

 

Klettern

 So stapften die Helden der Stunde los und in die Gurte, um sich wie Tarzan von Seil zu Seil zu schwingen. Leichter Regen setzte ein. Zu guter Letzt durfte noch jeder eine Leckerei aus der Kühltruhe oder dem Kühlschrank erhalten.

 

 

 Wieder angekommen im Quartier begrüßten uns drei weitere Vereinsmitglieder, um uns beim Packen, Grillen und Heldentaten anhören wacker zu unterstützen. Regen trieb uns später zur Auswertung  ins Haus. Der ein oder andere Schummelmax-Kniff konnte noch vermittelt werden.

 

 

MTB-Einheit       22 km, 448 hm, 1:13 h

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Fr. 28. Juli, Abreisetag - mit Hilfe von zu Hause und allen RR durch den Zipfel wieder nach Hause

 

Abschlussbild Saalendorf

 Nässebedingt wurde der Tag ausnahmsweise im Tischtennisraum begonnen, was die Übungen nicht weniger oder leichter werden ließ. Danach ging es zum gemeinsamen letzten Frühstück. Nachdem wir die Zimmer beräumt, Taschen verladen und Rennräder fertig hatten, starteten wir überpünktlich und in stetiger Begleitung des Mannschaftsfahrzeuges.

 

Um die Strecke etwas abwechslungsreicher zu gestalten, durchquerten wir Warnsdorf, Seifhennersdorf und Rumburk, um anschließend durch den Schluckenauer Zipfel wieder nach Sohland zu gelangen und in Wehrsdorf den ersten Weggefährten zu verabschieden.

 

In Doberschau hieß es für den nächsten Abschied zu nehmen und in der Herrenteich- Siedlung wurde man auch freudig begrüßt. Auch für mich ging mit Verabschiedung der letzten Mitfahrer wieder heim. Ein gelungenes Trainingslager 2023 war nun zu Ende.

 

 

Grenze Sohland

 

 Von den schönen und anstrengenden Trainingsmöglichkeiten des Zittauer Gebirges abgesehen; erkundet ist noch längst nicht alles. Das sagte auch der Dutschek und erwartet uns in der ersten Ferienwoche 2024. Mit dem Quartier und der Zuwendung der Leute dort waren wir wieder sehr zufrieden. Vielleicht klappt es ja auch mal mit den eigenen Übungsleitern.

 

 

 Die Abreise mit        RR 70 km, 747 hm, 2:50 h         unterwegs ein paar Schauer

 Die  Summen:          RR 303 km,  MTB 80 km,  6110 m Aufstiege